Hunde aus dem Tierheim
zeitlich befristet steuerfrei
- Essen: 36 Monate für Hunde aus dem Tierheim Essen
- Köln, Aachen, Kiel, Chemnitz: 24 Monate
- Düsseldorf: bis zu 12 Monate, Leipzig: 6 Monate
- Berlin: befreit für höchstens fünf Jahre
30 große Städte
Zwischen 84 und 180 Euro zahlst du in einer deutschen Großstadt für den ersten Hund. Für einen Listenhund können es über 1.000 Euro werden. Hier stehen die aktuellen Sätze, die Fristen für die Anmeldung und alle Wege zur Befreiung.
Die Hundesteuer ist eine Steuer der Gemeinde. Jede Stadt legt selbst fest, wie viel du für deinen Hund zahlst. Deshalb kostet derselbe Hund in Augsburg 84 Euro im Jahr und in Wiesbaden 180 Euro.
Viele Halter erfahren erst nach der Anschaffung, dass sie ihren Hund anmelden müssen. Die Steuer ist kein Hexenwerk. Du meldest den Hund einmal an, bekommst eine Marke und zahlst einen festen Betrag. Diese Seite zeigt dir, was in deiner Stadt gilt und wie du Geld sparst.
Die Tabelle nennt den Jahresbetrag für den ersten, den zweiten und jeden weiteren Hund. Die letzte Spalte zeigt den Satz für einen gefährlichen Hund oder Listenhund. Jeden Wert habe ich am 23. September 2026 auf der Seite der Stadt oder in ihrer Satzung nachgelesen.
| Stadt | 1. Hund | 2. Hund | jeder weitere | gefährlicher Hund |
|---|---|---|---|---|
| Berlin | 120 € | 180 € | 180 € | kein Sondersatz |
| Hamburg | 90 € | k. A. | k. A. | 600 € |
| München | 100 € | 100 € | 100 € | 800 € |
| Köln | 174 € | 174 € | 174 € | kein Sondersatz |
| Frankfurt am Main | 102 € | k. A. | k. A. | 900 € |
| Düsseldorf | 96 € | 150 € je Hund | 180 € je Hund | 600 € |
| Stuttgart | 144 € | 288 € | 288 € | 816 € |
| Leipzig | 150 € | 150 € | 150 € | kein Sondersatz |
| Dortmund | 156 € | 204 € je Hund | 228 € je Hund | 468 € |
| Bremen | 150 € | 150 € | 150 € | kein Sondersatz ausgewiesen |
| Essen | 156 € | 216 € je Hund | 252 € je Hund | 852 € |
| Dresden | 108 € | 144 € | 144 € | kein Sondersatz ausgewiesen |
| Nürnberg | 132 € | 132 € | 132 € | 1.056 € |
| Hannover | 150 € | 276 € | 276 € | 720 € |
| Duisburg | 132 € | 168 € je Hund | 192 € je Hund | kein Sondersatz |
| Wuppertal | 160 € | 288 € | 288 € | 1.000 € |
| Bochum | 168 € | 192 € je Hund | 216 € je Hund | kein Sondersatz |
| Bielefeld | 144 € | 156 € je Hund | 168 € je Hund | kein Sondersatz |
| Bonn | 162 € | k. A. | k. A. | 840 € |
| Mannheim | 144 € | 288 € | 288 € | 744 € |
| Münster | 120 € | 132 € je Hund | 144 € je Hund | 750 € |
| Karlsruhe | 144 € | 144 € | 144 € | kein Sondersatz |
| Augsburg | 84 € | 120 € | 120 € | 840 € |
| Wiesbaden | 180 € | 180 € | 180 € | kein Sondersatz |
| Mönchengladbach | 138 € | 165,60 € je Hund | 207 € je Hund | 720 € |
| Gelsenkirchen | 129 € | 147 € je Hund | 168 € je Hund | 672 € |
| Aachen | 120 € | 144 € je Hund | 156 € je Hund | 720 € |
| Braunschweig | 120 € | 204 € | 204 € | 600 € (ab 2021 angeschafft: 804 €) |
| Kiel | 150 € | 225 € | 285 € | k. A. |
| Chemnitz | 100 € | 135 € je Hund | 165 € je Hund | 750 € |
Tabelle seitlich wischen →
So liest du „je Hund“. In vielen Städten in NRW und in Chemnitz gilt der höhere Satz ab dem zweiten Hund für alle Hunde im Haushalt, also auch für den ersten. Mit zwei Hunden zahlst du in Dortmund deshalb 408 Euro und nicht 360 Euro. In Berlin, Stuttgart, Hannover oder Augsburg steigt nur der Betrag für den zweiten Hund.
Frankfurt und Bonn ließen sich am Stichtag nicht direkt auf der Stadtseite prüfen. Die Werte stammen aus der Frankfurter Satzung und aus der NRW-Tabelle des Bundes der Steuerzahler. „k. A.“ heißt: Die Stadt nennt dazu keinen Betrag.
Diese Sätze stammen direkt aus der Hundesteuersatzung oder der Serviceseite der jeweiligen Stadt. Der Betrag für den zweiten Hund gilt je Hund.
| Stadt | Erster Hund | Zweiter Hund | Gefährlicher Hund |
|---|---|---|---|
| Herne | 152 € | 188 € | 250 € |
| Remscheid | 156 € | 204 € | 1020 € |
| Witten | 138 € | 210 € | kein eigener Satz |
| Paderborn | 72 € | 90 € | 600 € (§ 3), 300 € (§ 10) |
| Gütersloh | 120 € | 140 € | 590 € |
| Iserlohn | 90 € | 108 € | kein eigener Satz |
| Lünen | 156 € | 204 € | 468 € |
| Marl | 109,80 € | 124,80 € | kein eigener Satz |
| Detmold | 97 € | 108 € | 540 € |
Tabelle seitlich wischen →
Mit dem zweiten Hund steigt die Rechnung in manchen Städten stärker als gedacht. Die Tabelle rechnet zwei normale Hunde für ein volles Jahr durch. So siehst du auf einen Blick, wie stark die Staffel wirkt.
| Stadt | Rechenweg | zwei Hunde im Jahr |
|---|---|---|
| Augsburg | 84 € plus 120 € | 204 € |
| München | 2 × 100 €, ab 2027 2 × 144 € | 200 €, ab 2027 288 € |
| Berlin | 120 € plus 180 € | 300 € |
| Düsseldorf | 2 × 150 € | 300 € |
| Köln | 2 × 174 € | 348 € |
| Wiesbaden | 2 × 180 € | 360 € |
| Dortmund | 2 × 204 € | 408 € |
| Hannover | 150 € plus 276 € | 426 € |
| Stuttgart | 144 € plus 288 € | 432 € |
| Essen | 2 × 216 € | 432 € |
Tabelle seitlich wischen →
Zwischen Augsburg und Essen liegen bei zwei Hunden also 228 Euro im Jahr. Über zehn Hundejahre summiert sich das auf mehr als 2.000 Euro. Hältst du einen Listenhund und einen normalen Hund, rechnen manche Städte noch einmal anders. Düsseldorf verlangt dann 750 Euro für den Listenhund, weil er als zweiter Hund zählt.

Viele Städte drehen an der Steuerschraube. Diese Änderungen sind beschlossen oder schon in Kraft:
Neben der Steuer ändert sich 2026 auch das Hunderecht. In Bremen brauchen neue Halter seit dem 1. Juli 2026 einen Sachkundenachweis. Was dort genau gilt, steht auf der Seite zum Hundeführerschein Bremen.

Die Hundesteuer ist eine örtliche Aufwandsteuer. Das Grundgesetz gibt den Ländern in Art. 105 Abs. 2a das Recht, solche Steuern zu regeln. Die Länder reichen dieses Recht über ihre Kommunalabgabengesetze an die Gemeinden weiter. In NRW sagt § 3 KAG schlicht: „Die Gemeinden können Steuern erheben.“ Jede Gemeinde beschließt dann eine eigene Satzung.
Berlin und Bremen gehen einen anderen Weg. Dort regelt ein Landesgesetz die Hundesteuer, und das Finanzamt zieht sie ein. In allen anderen Ländern ist die Kämmerei oder das Steueramt der Stadt zuständig.
Die Steuer ist nicht zweckgebunden. Sie fließt in den allgemeinen Haushalt und bezahlt keine Hundewiesen oder Kotbeutel. Neben den Einnahmen verfolgen Gemeinden damit ein zweites Ziel: Sie wollen die Zahl der Hunde begrenzen. Das erklärt die höheren Sätze für den zweiten Hund. Die Spanne ist groß. In NRW verlangt Verl für den ersten Hund 24,60 Euro, Hagen 180 Euro.
Für Listenhunde verlangen viele Gemeinden einen Sondersatz. Das Bundesverwaltungsgericht hält das seit dem Jahr 2000 für zulässig. Gemeinden dürfen die Rasse sogar dann höher besteuern, wenn der einzelne Hund einen Wesenstest bestanden hat.
Eine Grenze gibt es trotzdem. 2014 kippte das Gericht die Satzung der Gemeinde Bad Kohlgrub. Sie verlangte 2.000 Euro im Jahr für einen Kampfhund, das 26-Fache des normalen Satzes. Der Betrag lag über den Kosten, die ein Hund im Jahr ohnehin verursacht. Die Richter sahen darin ein verstecktes Halteverbot und nannten das eine „erdrosselnde Wirkung“.
In der Praxis bewegen sich die Sätze großer Städte zwischen 468 Euro in Dortmund und 1.056 Euro in Nürnberg. In NRW erheben 326 Kommunen einen Kampfhundesatz, Monheim am Rhein verlangt 1.440 Euro. Einige Städte bieten einen Nachlass: Nürnberg senkt den Satz mit Negativzeugnis auf 264 Euro, Frankfurt mit bestandener Begleithundeprüfung auf 225 Euro.
Welche Rassen in deinem Bundesland als Listenhund gelten, zeigt die Übersicht zu den Listenhunden in allen 16 Bundesländern. Für Bayern, Baden-Württemberg und Hessen gibt es eigene Seiten zu Listenhunden in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen.
Jede Stadt regelt selbst, wen sie verschont. Diese Fälle kommen fast überall vor. Den Antrag stellst du bei der Steuerstelle, denn steuerfrei wird dein Hund nie automatisch.
zeitlich befristet steuerfrei
dauerhaft steuerfrei
auf Antrag
Für gefährliche Hunde schließen viele Städte jede Vergünstigung aus. In Essen gilt die Tierheim-Befreiung für einen Listenhund nur, wenn du gleichzeitig die Erlaubnis nach dem Landeshundegesetz NRW beantragst.

Sobald ein Hund bei dir einzieht, läuft die Frist. Bei Welpen beginnt sie oft erst mit einem bestimmten Alter: in Hamburg mit drei Monaten, in München und Nürnberg mit vier Monaten.
In Niedersachsen kommt eine zweite Anmeldung dazu: Jeder Hund muss ins zentrale Hunderegister. Dazu gehören dort auch Chip, Haftpflicht und der Hundeführerschein Niedersachsen. Welche Versicherung in deinem Land vorgeschrieben ist, zeigt die Seite Hundehaftpflicht: wo sie Pflicht ist. Wie du Steuer, Register und Chip Schritt für Schritt erledigst, zeigt die Seite Hund anmelden.


In den meisten Städten in NRW ja. Die Hundesteuersatzung schreibt vor, dass dein Hund außerhalb der Wohnung oder eines eingezäunten Grundstücks die gültige Steuermarke sichtbar trägt. Kontrolleure der Stadt dürfen sie sehen wollen.
Ein Beispiel ist § 8 Abs. 3 der Hundesteuersatzung Remscheid: „Hunde dürfen außerhalb der Wohnung oder eines umfriedeten Grundbesitzes nur mit der sichtbar befestigten gültigen Steuermarke umherlaufen.“ Wer sich nicht daran hält, begeht nach § 9 eine Ordnungswidrigkeit. Fast gleich lautende Regeln stehen in den Satzungen von Herne, Detmold, Gütersloh, Iserlohn und Witten.
Ausnahme Witten. Witten gibt seit dem 1. Januar 2025 keine neuen Steuermarken mehr aus. Welche Regel für dich gilt, steht in der Hundesteuersatzung deiner Stadt.
Stirbt dein Hund, gibst du ihn ab oder ziehst du weg, meldest du ihn bei der Steuerstelle ab. Die Steuermarke gibst du zurück. Viele Städte geben dir dafür dieselbe Frist wie beim Anmelden. Düsseldorf und Köln geben dir vier Wochen, Essen einen Monat.
Wer zu spät abmeldet, zahlt oft weiter. Dresden und Aachen berechnen die Steuer bis zu dem Monat, in dem deine Nachricht eingeht. Düsseldorf akzeptiert eine rückwirkende Abmeldung nur mit Nachweis und höchstens für sechs Monate. Bei Abgabe an einen neuen Halter hilft es, Name und Anschrift des neuen Besitzers mitzuteilen.
Die Steuerpflicht hängt am Wohnort. Ziehst du um, meldest du den Hund in der alten Gemeinde ab und in der neuen an. Die Marke der alten Stadt verliert dabei ihren Wert, denn jede Gemeinde rechnet selbst ab. Widerrufe auch das Lastschriftmandat bei der alten Stadt, sonst bucht sie weiter ab. Heb die Bestätigung der Abmeldung auf, bis der letzte Bescheid da ist. Plane bei einem Umzug in ein anderes Bundesland mehr Zeit ein. Ein Hund, der zu Hause als normaler Hund gilt, zählt in der neuen Stadt vielleicht als Listenhund. Dann greifen Sondersatz und Erlaubnispflicht zugleich. Was sich beim Wechsel des Bundeslandes für die Sachkunde ändert, zeigt die Übersicht Sachkundenachweis in allen 16 Bundesländern.
Keine Anmeldung, teure Folgen. Die Stadt fordert die Steuer rückwirkend für die gesamte Zeit nach. Zusätzlich droht ein Bußgeld nach dem Kommunalabgabengesetz. Kontrollen laufen über Steuermarken, Hinweise aus der Nachbarschaft und in manchen Städten über Hundebestandsaufnahmen von Tür zu Tür.

In den 30 großen Städten zwischen 84 Euro in Augsburg und 180 Euro in Wiesbaden im Jahr. Kleine Gemeinden verlangen oft weniger, in NRW beginnt die Spanne bei 24,60 Euro in Verl. Für Listenhunde liegen die Sätze meist zwischen 500 und 1.100 Euro.
Die Hundesteuer soll auch die Zahl der Hunde in der Gemeinde begrenzen. Deshalb staffeln viele Städte die Sätze. In Berlin kostet der zweite Hund 180 statt 120 Euro, in Hannover 276 statt 150 Euro. Andere Städte wie München, Köln oder Leipzig verlangen für jeden Hund denselben Betrag.
Das regelt die Satzung. Hamburg verlangt die Anmeldung ab einem Alter von drei Monaten, München und Nürnberg ab vier Monaten. Ein Welpe, den du mit zehn Wochen übernimmst, ist in diesen Städten also erst später steuerpflichtig. Melde ihn trotzdem rechtzeitig an, dann fordert niemand nachträglich Geld.
Bei normalen Hunden in der Regel nicht. Bei Listenhunden bieten einige Städte einen Nachlass für geprüfte Hunde. Nürnberg verlangt mit Negativzeugnis 264 statt 1.056 Euro, Frankfurt mit bestandener Begleithundeprüfung 225 statt 900 Euro. Frag bei deiner Steuerstelle nach, ob deine Stadt so einen Nachlass kennt.
Das steht im Steuerbescheid. Köln zieht die Steuer halbjährlich zum 1. April und 1. Oktober ein. Düsseldorf teilt sie auf vier Raten zum 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November auf. München kassiert ab 2027 einmal im Jahr zum 1. April.
Für einen privat gehaltenen Hund nicht. Setzt du den Hund beruflich ein, etwa als Wachhund im eigenen Betrieb, sieht die Lage anders aus. Das klärst du mit deinem Steuerberater.
Steuerpflichtig ist, wer den Hund in seinen Haushalt aufnimmt. Halten mehrere Personen einen Hund gemeinsam, haften sie nach den üblichen Satzungen zusammen für die Steuer. Die Stadt darf sich also an jeden von ihnen halten. Für die Staffel zählen alle Hunde, die im selben Haushalt leben, auch wenn sie verschiedenen Personen gehören.
Nein. Verbände fordern das seit Jahren, doch die Gemeinden nehmen damit bundesweit Millionen ein. Einige kleine Gemeinden verzichten auf die Steuer, die großen Städte erhöhen eher. München und Nürnberg heben die Sätze 2027 an.
In Niedersachsen und Bremen brauchst du den Sachkundenachweis für jeden Hund, in NRW ab 40 Zentimetern oder 20 Kilogramm. Alle Fragen des amtlichen Katalogs mit Erklärung übst du hier kostenlos.
Geprüft von Jürgen Lammers, Diplom-Verwaltungswirt und Hundehalter · Keine Steuerberatung. Verbindlich ist die Satzung deiner Gemeinde.
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