Chip und Registrierung sind nicht dasselbe
Dieser Irrtum ist so verbreitet, dass er ganz nach vorne gehört.
Der Mikrochip ist ein reiskorngroßer Transponder, den die Tierarztpraxis unter die Haut setzt. Er enthält eine 15-stellige Nummer, sonst nichts. Keine Adresse, keinen Namen, keine Telefonnummer.
Die Registrierung verknüpft diese Nummer mit deinen Kontaktdaten. Sie passiert in einem Haustierregister, und sie passiert nicht automatisch. Die Tierarztpraxis chippt, aber registriert in der Regel nicht.
Was das praktisch bedeutet: Ein gechippter, aber nicht registrierter Hund wird im Tierheim ausgelesen, und die Nummer führt ins Nichts. Der Chip allein bringt dich nicht zurück zu deinem Hund.
Die beiden großen kostenlosen Register in Deutschland sind Tasso und Findefix vom Deutschen Tierschutzbund. Beide kosten nichts. Wer will, kann in beiden registrieren. Bei Hunden aus dem Ausland steht die Chipnummer bereits im EU-Heimtierausweis, zusammen mit der Tollwutimpfung und ihrem Datum. Die Reihenfolge muss stimmen: erst chippen, dann impfen.
Nach dem Einzug prüfen: Wurde ein Hund aus dem Tierheim oder vom Vorbesitzer übernommen, ist er meist schon gechippt, aber noch auf den Vorbesitzer registriert. Die Umschreibung musst du selbst veranlassen.