Listenhunde · Teil B
Trächtigkeit, Welpenaufzucht, Impfungen, Parasiten und ungewollte Bedeckung. Der Teil mit den meisten harten Zahlen, und damit der, den die meisten unterschätzen.
Teil B fragt Fakten ab: Wie lange dauert die Trächtigkeit, ab wann sehen Welpen, wann impfst du zum ersten Mal, woran erkennst du Wurmbefall. Hier hilft kein Bauchgefühl, hier zählt Wissen. Dafür lässt sich Teil B auch am schnellsten lernen, weil die Antworten eindeutig sind.
17 der 48 Fragen haben mehr als eine richtige Antwort. Markiere in diesen Fällen alle zutreffenden Felder, eine halb richtige Antwort zählt in der Prüfung als falsch.
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bestandenSo holst du das Meiste heraus: Geh den Teil einmal komplett durch, ohne zu schummeln. Notier dir die Fragen, bei denen du danebenlagst, und wiederhol nur diese am nächsten Tag. Zwei Durchgänge mit einem Tag Abstand bringen mehr als fünf Durchgänge hintereinander.
Bei Frage B2 sind zwei Zeitfenster gleichzeitig richtig, das folgt der älteren Einteilung mit einer zweiten sensiblen Phase im Junghundalter. Bei B30 wirft der Katalog rohes Schweine- und Rindfleisch zusammen, obwohl fachlich nur rohes Schweinefleisch wirklich gefährlich ist. In der Prüfung zählt jeweils die amtliche Lösung. Vier Fragen dieses Teils geben unmittelbar Bundesrecht wieder: das Abgabealter von acht Wochen (B3), die Zwingergröße nach Widerristhöhe (B11), der dreimalige Auslauf (B10) und der ständige Wasserzugang (B31) stehen so in der Tierschutz-Hundeverordnung. Welche Vitalwerte hinter Frage B16 stehen, steht unter Fieber beim Hund.
Richtig: C
Etwa 63 Tage, also gut neun Wochen, gerechnet ab dem Deckakt. Die Spanne reicht von 58 bis 68 Tagen. Eine Geburt vor dem 58. Tag gilt als Frühgeburt und ist ein Notfall.
MerksatzRund 63 Tage, gut neun Wochen.
Richtig: A und C
Die eigentliche Sozialisierungsphase liegt zwischen der dritten und vierzehnten Lebenswoche, hier prägt sich, was der Hund später als normal empfindet. Der Katalog zählt zusätzlich die Junghundphase im 6. bis 9. Monat dazu, in der Hunde erneut besonders empfänglich, aber auch besonders unsicher reagieren. In den ersten drei Wochen ist der Welpe dagegen mit Sinnesentwicklung beschäftigt und noch nicht aufnahmefähig.
MerksatzWoche 3 bis 14 prägt, Monat 6 bis 9 wackelt nach.
Richtig: B
Die Tierschutz-Hundeverordnung schreibt bundesweit vor, dass ein Welpe frühestens mit über acht Wochen von der Mutter getrennt werden darf. Bis dahin lernt er von Mutter und Wurfgeschwistern die Beißhemmung und die Grundlagen der Hundekommunikation, beides ist später kaum nachzuholen. Viele seriöse Züchter geben erst ab der neunten oder zehnten Woche ab.
MerksatzNie vor der achten Woche. Wer früher anbietet, verstößt gegen geltendes Recht.
Richtig: A, B, C und D
Die vier Kernkrankheiten Staupe, Hepatitis, Leptospirose und Parvovirose bilden die Grundimmunisierung, die mit etwa acht Wochen beginnt. Maul- und Klauenseuche und Blauzungenkrankheit betreffen Klauentiere, nicht Hunde. Salmonellose wird nicht per Impfung verhindert. Und Antwort H ist falsch: Acht Wochen sind genau der richtige Zeitpunkt, weil der Schutz durch die Muttermilch dann nachlässt.
MerksatzStaupe, Hepatitis, Leptospirose, Parvovirose, die vier ab Woche 8.
Richtig: A und C
Spulwurmlarven werden über die Muttermilch und teilweise schon im Mutterleib übertragen, praktisch jeder Welpe ist betroffen. Dazu kommt die Aufnahme von Wurmeiern über Kot. Der Weg über den Menschen existiert nicht; umgekehrt können sich allerdings Menschen bei Hunden anstecken, weshalb regelmäßige Wurmkuren auch dem Halter dienen.
MerksatzDer Welpe bringt die Würmer schon mit, über die Muttermilch.
Richtig: B, stimmt nicht
Jeder Hund braucht einen Ort, an dem er ungestört ist. Ohne diesen Rückzugsort entsteht Dauerstress, weil der Hund nie abschalten kann. Der Platz muss außerdem respektiert werden, ein Hund, der auf seinem Platz gestört wird, verliert genau den Ort, an den er sich zurückziehen könnte. Das ist auch ein häufiger Auslöser für Konflikte mit Kindern.
MerksatzJeder Hund braucht einen Platz, an dem er in Ruhe gelassen wird. Ausnahmslos.
Richtig: A
Ein anerkanntes Alleinfuttermittel ist so zusammengesetzt, dass es den Bedarf eines gesunden erwachsenen Hundes vollständig deckt. Zusätzliche Vitamin- oder Mineralstoffgaben sind dann nicht nur überflüssig, sondern können schaden, besonders bei Kalzium und Vitamin D. Anders liegt es bei selbst zusammengestellten Rationen: Die müssen berechnet und ergänzt werden.
MerksatzAlleinfutter heißt allein ausreichend. Zufüttern kann schaden.
Richtig: A
Gefragt sind die Nährstoffgruppen, nicht einzelne Zutaten. Antwort A nennt sie vollständig. B und C listen dagegen Lebensmittel, die eine Ration nicht ausgewogen machen, Milch vertragen viele erwachsene Hunde ohnehin schlecht, und rohes Eiklar bindet in größeren Mengen Biotin.
MerksatzNährstoffgruppen, nicht Zutatenliste.
Richtig: A, B und D
Rasse, Alter und Gesundheit bestimmen, wie viel Bewegung ein Hund braucht und verträgt. Ein junger Hütehund braucht ein Vielfaches eines alten Molossers, ein herzkranker Hund darf nicht überfordert werden. Das Geschlecht spielt dabei keine Rolle, Rüden brauchen nicht mehr Auslauf als Hündinnen.
MerksatzRasse, Alter, Gesundheit entscheiden. Das Geschlecht nicht.
Richtig: A
Dreimal täglich ist die Untergrenze, und dabei geht es nicht nur ums Lösen. Mindestens ein Gang muss den Hund tatsächlich fordern. Der Unterschied zu Antwort C ist wesentlich: Ein kurzer Gang aufs Brachland deckt kein Bewegungsbedürfnis und keinen Beschäftigungsbedarf.
MerksatzDreimal raus, davon einmal richtig. Lösen allein ist kein Auslauf.
Richtig: A
Die Tierschutz-Hundeverordnung staffelt die Mindestfläche nach Widerristhöhe: bis 50 Zentimeter sechs Quadratmeter, bis 65 Zentimeter acht, darüber zehn. Ein Rottweiler liegt bei etwa 60 bis 68 Zentimetern, damit gelten acht Quadratmeter. Die Fläche der Hundehütte zählt nicht mit.
Merksatz6, 8, 10 Quadratmeter, gestaffelt nach Schulterhöhe. Rottweiler: 8.
Richtig: A
Geschlechtsreif wird eine Hündin mit etwa sieben bis zehn Monaten, körperlich ausgewachsen ist sie dann noch lange nicht. Eine Trächtigkeit in diesem Alter belastet einen Organismus, der selbst noch wächst. Fünfzehn Monate ist die Untergrenze, viele Zuchtverbände setzen sie höher an.
MerksatzGeschlechtsreif heißt nicht zuchtreif. Frühestens 15 Monate.
Richtig: B
Die Deckbereitschaft liegt etwa in der zweiten Woche der Läufigkeit. Erkennbar ist sie am helleren, schleimigeren Ausfluss und daran, dass die Hündin die Rute zur Seite legt. Wichtig für den Alltag: Vor und nach diesem Fenster kann eine Hündin trotzdem gedeckt werden, sicher ist nur konsequente Trennung über die gesamten drei Wochen.
MerksatzTag 9 bis 14 ist das Fenster, aber Vorsicht gilt drei Wochen lang.
Richtig: B und C
Die geschwollene Vulva und der Ausfluss sind die beiden sicheren äußeren Zeichen. Die Farbe wechselt im Verlauf von blutig zu heller und schleimig. Sich wälzen ist kein Läufigkeitszeichen, das tun Hunde aus vielen Gründen.
MerksatzGeschwollene Scham plus Ausfluss. Alles andere ist unsicher.
Richtig: A und B
Aufmerksamkeit und Fellzustand sind die beiden Merkmale, die man ohne Hilfsmittel beurteilen kann. Stumpfes Fell ist oft das erste sichtbare Zeichen für ein inneres Problem. Fehlender Appetit ist das Gegenteil eines Gesundheitszeichens.
MerksatzWach und glänzend. Beides zusammen spricht für Gesundheit.
Richtig: A und C
Veränderte Vitalwerte und Teilnahmslosigkeit sind die zuverlässigsten Warnzeichen. Entscheidend ist das Wort Veränderung, es geht um die Abweichung vom Normalzustand des einzelnen Hundes. Gleichbleibender Appetit ist gerade kein Krankheitszeichen.
MerksatzWas sich verändert, zählt. Nicht der absolute Wert.
Richtig: B
Zu viel Knochen im Futter führt zu hellem, bröseligem und sehr hartem Kot, im Extremfall zu schmerzhaftem Kotabsatz oder Verstopfung. Trockenfutter allein macht den Kot nicht hart, solange ausreichend Wasser zur Verfügung steht.
MerksatzWeißer, harter Kot heißt zu viel Knochen.
Richtig: C
Gegen Virusinfektionen wie Staupe, Parvovirose, Hepatitis und Tollwut wirkt nur die Impfung. Frische Luft und Ernährung unterstützen das Immunsystem allgemein, ersetzen aber keinen Impfschutz. Bei Parvovirose ist das besonders eindeutig: Das Virus ist extrem widerstandsfähig und für ungeimpfte Welpen oft tödlich.
MerksatzGegen Viren hilft nur die Impfung.
Richtig: A, B und C
Impfung, Entwurmung und regelmäßige Pflege gehören zur Grundversorgung. Wöchentliches Baden dagegen schadet: Es zerstört den natürlichen Fettfilm der Haut und begünstigt Hautprobleme. Gebadet wird nur bei Bedarf.
MerksatzImpfen, entwurmen, pflegen. Baden nur, wenn nötig.
Richtig: A, B und C
Mit zwölf Wochen folgt die zweite Impfung der Grundimmunisierung, und hier kommt die Tollwut dazu. Das ist der Unterschied zur Achtwochenimpfung aus B4. Leukose betrifft Katzen, gegen Salmonellose wird nicht geimpft.
MerksatzWoche 8 ohne Tollwut, Woche 12 mit Tollwut.
Richtig: B
Nur die impfende Tierärztin oder der impfende Tierarzt darf die Impfung eintragen und bescheinigen, mit Datum, Chargennummer und Unterschrift. Der Züchter gibt den Ausweis zwar mit, hat ihn aber nicht ausgestellt. Das Veterinäramt ist Aufsichtsbehörde und nicht beteiligt.
MerksatzWer impft, trägt ein. Sonst niemand.
Richtig: A, B und C
Eine Impfung fordert das Immunsystem. Ist der Hund krank oder durch Parasiten belastet, baut er unter Umständen keinen ausreichenden Schutz auf. Deshalb wird vor der Impfung entwurmt. Nüchtern sein muss der Hund dagegen nicht, das gilt für Narkosen, nicht für Impfungen.
MerksatzGesund und parasitenfrei. Aber nicht nüchtern.
Richtig: C
Tollwut wird durch ein Virus verursacht, das das Nervensystem befällt. Sobald Symptome auftreten, verläuft die Erkrankung bei Mensch und Tier praktisch immer tödlich, es gibt keine Behandlung. Genau deshalb ist die Impfung der einzige Schutz.
MerksatzTollwut ist ein Virus. Ausgebrochen ist sie unbehandelbar.
Richtig: A
Die Übertragung erfolgt über den Speichel, typischerweise durch einen Biss. Auch Speichel auf verletzter Haut oder auf Schleimhäuten kann ausreichen. Über Kot oder Schweiß wird Tollwut nicht übertragen.
MerksatzSpeichel und Biss. Deshalb ist jeder Biss eines unbekannten Tieres im Ausland ein Notfall.
Richtig: A
Der Fuchs war in Europa das klassische Reservoir der klassischen Tollwut. Deutschland gilt seit 2008 als frei davon, nachdem die Impfköderaktionen die Fuchspopulation immunisiert hatten. Relevant bleibt die Frage bei Auslandsreisen und bei Fledermaustollwut, die weiterhin vorkommt.
MerksatzDer Fuchs war die Hauptquelle. Deutschland ist seit 2008 frei, das Ausland nicht.
Richtig: A und C
Ausbruchsicher heißt: nicht überspringbar und nicht untergrabbar. Beides gehört zusammen, ein hoher Zaun nützt nichts, wenn der Hund darunter durchkommt. Stacheldraht ist ausdrücklich falsch, weil er den Hund verletzt und damit gegen das Tierschutzgesetz verstößt.
MerksatzNicht drüber, nicht drunter. Und niemals Stacheldraht.
Richtig: A
Täglich. Kot und Urin sind nicht nur ein Hygieneproblem, sie sind der Hauptübertragungsweg für Würmer und Giardien, der Hund steckt sich in seinem eigenen Bereich immer wieder neu an. Deshalb ist die tägliche Reinigung auch die wichtigste Maßnahme gegen wiederkehrenden Parasitenbefall.
MerksatzTäglich reinigen. Sonst steckt der Hund sich selbst immer wieder an.
Richtig: C
Wachsende Hunde brauchen bezogen auf ihr Körpergewicht deutlich mehr Energie, Eiweiß und Mineralstoffe als erwachsene. Alte Hunde brauchen eher weniger Energie, aber gut verwertbares Eiweiß. Eine Ausnahme, die die Frage nicht abbildet: tragende und säugende Hündinnen haben einen noch höheren Bedarf.
MerksatzWachstum kostet am meisten.
Richtig: C
Der Hund ist ein Fleischfresser, der pflanzliche Anteile verwerten kann, anders als die Katze. Reines Muskelfleisch ist unausgewogen, weil Kalzium und einige Vitamine fehlen. Eine rein pflanzliche Ernährung deckt den Bedarf nicht ohne gezielte Ergänzung.
MerksatzFleisch als Basis, Pflanzliches dazu. Nicht umgekehrt.
Richtig: A, B und C
Geflügelknochen splittern und können den Verdauungstrakt verletzen, besonders gekocht. Gewürzte Speisereste enthalten Salz, Zwiebeln und Knoblauch, die für Hunde schädlich sind. Rohes Schweinefleisch kann das Aujeszky-Virus übertragen, das bei Hunden immer tödlich verläuft. Fisch ist dagegen unproblematisch, solange er grätenarm und nicht roh aus Süßwasser stammt.
Zur Genauigkeit: Rohes Rindfleisch ist bei sauberer Handhabung fachlich unbedenklich, der Katalog nennt es zusammen mit Schwein. In der Prüfung trotzdem ankreuzen.
MerksatzGeflügelknochen und rohes Schwein sind die beiden echten Gefahren.
Richtig: B
Frisches Wasser, jederzeit und unbegrenzt, das schreibt auch die Tierschutz-Hundeverordnung vor. Milch vertragen die meisten erwachsenen Hunde schlecht, weil ihnen das Enzym zur Laktoseverdauung fehlt; die Folge ist Durchfall.
MerksatzImmer Wasser. Milch ist kein Getränk für erwachsene Hunde.
Richtig: B
Flöhe sind blutsaugende Insekten. Der Speichel löst bei vielen Hunden eine Allergie aus, die Flohspeichelallergie, bei der schon wenige Bisse zu starkem Juckreiz führen. Von Hautschuppen ernähren sich Haarlinge, in die Haut bohren sich Milben.
MerksatzFlöhe saugen Blut. Der Speichel ist das eigentliche Problem.
Richtig: B
Wirksam sind zugelassene Präparate als Spot-on, Tablette oder Halsband. Zwiebeln sind für Hunde giftig und schädigen die roten Blutkörperchen, die Empfehlung ist gefährlicher Unsinn. Wichtig außerdem: Der überwiegende Teil der Flohpopulation lebt nicht am Hund, sondern in Textilien und Ritzen. Ohne Umgebungsbehandlung kommt der Befall zurück.
MerksatzZugelassene Mittel, und immer die Umgebung mitbehandeln. Zwiebeln sind giftig.
Richtig: A
Möglichst hautnah fassen und langsam herausziehen oder drehen. Öl, Klebstoff und Nagellack sind gefährlich: Die Zecke gibt im Todeskampf vermehrt Speichel ab und erhöht damit genau das Infektionsrisiko, das man vermeiden will. Zusammendrücken hat denselben Effekt.
MerksatzHautnah fassen, ruhig ziehen. Nie Öl, nie quetschen.
Richtig: C
Borreliose ist die für Hunde relevanteste durch Zecken übertragene Erkrankung. FSME wird zwar ebenfalls von Zecken übertragen, führt bei Hunden aber nur selten zu Erkrankungen, deshalb ist sie hier nicht die gesuchte Antwort. Toxoplasmose hat mit Zecken nichts zu tun. Dazu kommen regional Babesiose und Anaplasmose.
MerksatzBorreliose ist die Zeckenkrankheit des Hundes.
Richtig: A
Ektropium bedeutet, dass das Unterlid nach außen hängt und die Bindehaut freiliegt. Betroffen sind Rassen mit viel loser Gesichtshaut, allen voran der Mastino Napoletano. Die Folge sind ständige Reizungen und Bindehautentzündungen. Das ist ein Qualzuchtmerkmal, ein Punkt, der auch im Fragenkatalog für große Hunde vorkommt.
MerksatzEktropium heißt Lid nach außen. Typisch bei Rassen mit viel Gesichtshaut.
Richtig: B
Beim Entropium rollt sich das Lid nach innen, die Wimpern scheuern auf der Hornhaut. Das ist schmerzhaft und kann zur Erblindung führen, korrigiert wird es operativ. Der Bullterrier ist eine der betroffenen Rassen.
Hinweis zum Original: Im Originalbogen fehlt die Option C, die Nummerierung springt von b auf d.
MerksatzEntropium heißt Lid nach innen, Wimpern auf der Hornhaut.
Richtig: B und C
Fremdkörper wie Grannen und Ohrmilben sind typische Auslöser. Ohrenschmalz selbst ist normal und schützt den Gehörgang, problematisch wird es erst, wenn er sich staut. Besonders anfällig sind Hunde mit Hängeohren, weil dort weniger Luft zirkuliert.
MerksatzOhrenschmalz ist normal. Grannen und Milben sind es nicht.
Richtig: B
Die erste Läufigkeit tritt meist zwischen dem siebten und zehnten Lebensmonat ein, bei großen Rassen später als bei kleinen. Geschlechtsreif heißt aber nicht zuchtreif, siehe B12.
MerksatzErste Läufigkeit mit 7 bis 10 Monaten.
Richtig: B
Rund drei Wochen, aufgeteilt in die Vorbrunst mit blutigem Ausfluss und die eigentliche Brunst mit der Deckbereitschaft. Für den Alltag heißt das: Drei Wochen lang muss die Hündin sicher von Rüden ferngehalten werden, nicht nur an den fruchtbaren Tagen.
MerksatzDrei Wochen Läufigkeit, davon etwa Tag 9 bis 14 deckbereit.
Richtig: A, B und C
Die beiden körperlichen Zeichen kommen hier zusammen mit einem indirekten, aber sehr zuverlässigen: Rüden reagieren auf die Duftstoffe oft, bevor der Halter etwas bemerkt. Anhänglichkeit ist dagegen kein sicheres Zeichen, Verhaltensänderungen können viele Ursachen haben.
MerksatzZwei Zeichen an der Hündin, eines bei den Rüden.
Richtig: C
Der Deckakt dauert deutlich länger als bei den meisten anderen Säugetieren, weil Rüde und Hündin im sogenannten Hängen verbunden bleiben, meist zwanzig bis dreißig Minuten. Das ist normal und darf keinesfalls gewaltsam getrennt werden; das führt zu schweren Verletzungen bei beiden Tieren.
MerksatzEtwa 30 Minuten Hängen. Niemals trennen.
Richtig: B
Der übliche Zyklus liegt bei etwa sechs bis sieben Monaten, also zweimal im Jahr. Manche Rassen weichen ab, der Basenji wird nur einmal jährlich läufig. Deutlich häufigere oder sehr unregelmäßige Läufigkeiten sind ein Grund für einen Tierarztbesuch.
MerksatzZweimal im Jahr, etwa alle sechs bis sieben Monate.
Richtig: B und C
Über Kot werden Wurmeier und Salmonellen übertragen, dazu Giardien. Toxoplasmen dagegen werden über Katzenkot ausgeschieden, nicht über Hundekot, das ist die Falle in dieser Frage. Der praktische Punkt: Kot aufzusammeln ist nicht nur eine Frage der Höflichkeit, sondern Infektionsschutz für andere Hunde und Menschen.
MerksatzWürmer und Salmonellen ja, Toxoplasmen nein, die kommen von der Katze.
Richtig: B und C
Ein Auto heizt sich in der Sonne innerhalb von Minuten auf lebensgefährliche Temperaturen auf, ein geöffnetes Fenster ändert daran fast nichts. Hunde können nicht schwitzen und regulieren fast ausschließlich über Hecheln; ein Hitzschlag kann innerhalb einer halben Stunde tödlich enden. Kurzes Zurücklassen im Schatten bei moderaten Temperaturen ist zulässig, an heißen Tagen gar nicht.
MerksatzIm Sommer nie. Nicht fünf Minuten, nicht mit offenem Fenster.
Richtig: A
Elektroreizgeräte sind nach dem Tierschutzgesetz verboten. Das Bundesverwaltungsgericht hat das bestätigt: Der Einsatz fügt dem Hund erhebliche Schmerzen zu und ist auch in der Ausbildung nicht zu rechtfertigen. Dasselbe gilt für Stachelhalsbänder.
MerksatzStrom und Stacheln sind verboten. Ohne Ausnahme.
Richtig: A und B
Ein gefährlicher Hund darf nur an jemanden abgegeben werden, der selbst die Erlaubnis zur Haltung besitzt, sonst wird die Weitergabe zum Verstoß. Das Tierheim ist der zweite zulässige Weg. Aussetzen ist eine Straftat, und die Einschläferung eines gesunden Tieres ist nach dem Tierschutzgesetz ohne vernünftigen Grund verboten.
MerksatzNur an Erlaubnisinhaber oder ins Tierheim. Alles andere ist strafbar.
Richtig: B
Für die gelisteten Rassen besteht in NRW ein Zuchtverbot, Welpen dürfen gar nicht erst entstehen. Deshalb ist der tierärztliche Eingriff der vorgeschriebene Weg, und er muss zeitnah erfolgen. Die Hündin einschläfern zu lassen wäre ein Tierschutzverstoß.
MerksatzZuchtverbot heißt: sofort zum Tierarzt, nicht abwarten.
Stand des Fragenkatalogs: 16. Dezember 2014. Anders als der 197-Fragen-Katalog für große Hunde, der zum 1. Januar 2025 neu gefasst wurde, ist für diesen Katalog keine neuere Fassung bekannt. Erfrage den aktuellen Bogen vor der Prüfung bei deiner Prüfstelle oder beim zuständigen Veterinäramt.
Ab 40 Zentimeter Widerristhöhe oder 20 Kilogramm gilt ein anderer Katalog mit 197 Fragen. Den übst du in den Lektionen, ebenfalls kostenlos.
Stand Juli 2026. Keine Rechtsberatung, zuständig ist dein örtliches Ordnungsamt. Der Fragenkatalog hat den Stand 16.12.2014 (Rhein-Kreis Neuss, Veterinäramt). Frag beim zuständigen Veterinäramt nach, ob dort eine neuere Fassung gilt. Alles zu Auflagen, Erlaubnis und Prüfungsablauf steht auf der Seite zu Listenhunden in NRW.