Wenn das gerade passiert: Ruf sofort die nächste Tierklinik an und fahr los. Dein Hund läuft unruhig hin und her, würgt ohne Ergebnis und sein Bauch fühlt sich fest an? Nicht abwarten, nicht bis morgen früh. Alles andere kannst du danach lesen. Eine Notdienstsuche für deine Region hält der Bundesverband praktizierender Tierärzte bereit.
Es ist halb elf abends. Dein Hund hat vor zwei Stunden gefressen und war danach kurz im Garten. Jetzt läuft er unruhig durch die Wohnung, legt sich hin, steht wieder auf. Er würgt, aber es kommt nichts. Sein Bauch fühlt sich fest an.
Was dabei im Körper passiert
Der Magen des Hundes hängt vorne und hinten an einem Band und liegt dazwischen relativ frei. Wenn er stark gefüllt ist und der Hund sich heftig bewegt, dreht er sich um die eigene Längsachse, meist um 180 bis 360 Grad. Die fachliche Darstellung dazu liefert die Klinik für Kleintiere der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover.
Damit sind Eingang und Ausgang zugleich abgeklemmt. Was im Magen ist, kommt nicht mehr raus, weder nach oben noch nach unten. Die Gase, die bei der Verdauung entstehen, bleiben drin und blähen den Magen weiter auf.
Und jetzt wird es kritisch: Der aufgeblähte Magen drückt auf die große Hohlvene, über die das Blut aus der hinteren Körperhälfte zum Herzen zurückfließt. Der Rückstrom bricht ein, der Kreislauf sackt ab. Gleichzeitig wird die Blutversorgung von Magenwand und Milz unterbrochen, das Gewebe beginnt abzusterben.
Das ist der Grund, warum die Zeit hier so knapp ist. Es ist nicht nur ein Magenproblem, es ist ein Kreislaufnotfall. Ohne Behandlung sterben viele Hunde innerhalb von wenigen Stunden.