Hunderassen die nicht haaren: Kleine, mittelgroße und große Rassen mit wenig Haaren im Überblick

Welche Hunde haaren nicht und warum sind Menschen allergisch gegen Hunde?

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Welche Hunde haaren nicht? Hunderassen die nicht Haaren

Du stehst vor deinem schwarzen Lieblingspulli und siehst es sofort: Hunderte kleine, helle Haare, die sich in den Stoff gegraben haben. Auf dem Sofa dasselbe Bild. Im Auto, auf dem Teppich, irgendwie überall. Dabei liebst du Hunde. Du willst einen. Aber bitte nicht so einen, der die Wohnung in eine einzige Haarbürste verwandelt.

Die gute Nachricht: Es gibt Hunderassen, die so wenig haaren, dass du davon in der Wohnung kaum etwas bemerkst. Die ehrliche Nachricht: Einen Hund, der komplett aufhört Haare zu verlieren, gibt es nicht. Aber das musst du gar nicht wollen. Du brauchst nur die richtige Rasse.

Warum haaren Hunde überhaupt?

Jeder Hund verliert Haare, genauso wie Menschen täglich zwischen 50 und 100 Haare verlieren. Was sich aber stark unterscheidet, ist die Menge und der Zeitpunkt.

Der Hauptgrund für starkes Haaren ist der Fellwechsel: der Hund tauscht sein altes Fell gegen ein neues aus. Das passiert vor allem im Frühling und Herbst, wenn sich die Tageslichtlänge verändert. Das Hormon Melatonin gibt dem Körper dabei das Signal, loszulegen. Hunde mit viel Unterwolle wie Husky oder Golden Retriever verlieren in dieser Zeit unglaublich viele Haare auf einmal.

Hunde ohne Unterwolle haben dieses Problem kaum. Ihre Haare wachsen in einem gleichmäßigen Zyklus, fallen nicht in großen Mengen aus und bleiben oft einfach im Fell hängen, statt sich überall in der Wohnung zu verteilen. Genau das macht den entscheidenden Unterschied.

Hunderassen die nicht haaren

Pudel (Toy und Zwergpudel)

Der Pudel ist wahrscheinlich die bekannteste Rasse, wenn es um wenig Haarverlust geht. Sein lockiges Fell hat keine Unterwolle, und abgestorbene Haare bleiben in den Locken hängen, statt auf den Boden zu fallen. Das macht ihn zu einer der besten Optionen für alle, die wenig Haare in der Wohnung wollen.

Der Nachteil: Genau wegen dieser Locken muss das Fell regelmäßig gebürstet und alle 6 bis 8 Wochen professionell geschnitten werden. Sonst verfilzt es schnell, was nicht nur unschön aussieht, sondern dem Hund auch Schmerzen bereiten kann.

Malteser

Der Malteser hat langes, seidiges weißes Fell, aber keinen Fellwechsel. Er verliert kaum Haare, was ihn auch für kleinere Wohnungen gut geeignet macht. Regelmäßiges Bürsten bleibt trotzdem wichtig, um Verfilzungen zu vermeiden.

Bichon Frisé

Der Bichon Frisé sieht aus wie ein kleines, weißes Wattebäuschchen. Sein weiches, lockiges Fell ist ähnlich aufgebaut wie beim Pudel: kaum Haarverlust, aber dafür regelmäßige Fellpflege nötig. Er gilt als besonders gut für Allergiker geeignet und ist dabei ein aufgeweckter, verspielter Begleiter.

Havaneser

Der Havaneser hat ein langes, seidiges Fell, das wenig haart. Er ist verspielt, anhänglich und für Familien gut geeignet. Auch hier gilt: regelmäßiges Bürsten, damit das Fell schön und gesund bleibt.

Zwergschnauzer

Der Zwergschnauzer hat ein drahtiges Fell ohne Unterwolle. Er verliert kaum Haare und muss alle paar Monate getrimmt werden. Trimmen bedeutet: Die abgestorbenen Haare werden per Hand oder mit einem speziellen Trimmmesser aus dem Fell gezogen, statt geschnitten. Das erhält die typische Fellstruktur und verhindert, dass das Fell zu weich und haarend wird.

Schnauzer

Der Schnauzer in der mittelgroßen Variante ist wie sein kleiner Bruder ausgestattet: Drahthaar, keine Unterwolle, kaum Haarverlust. Er ist robust, intelligent und vielseitig einsetzbar. Auch er muss regelmäßig getrimmt werden, um das Fell in Form zu halten.

Königspudel

Der Königspudel ist der größte Vertreter der Pudelfamilie und bringt dieselben Vorteile mit: lockiges Fell ohne Unterwolle, kaum Haarverlust. Er ist dabei einer der intelligentesten Hunde überhaupt und braucht sowohl körperliche als auch mentale Auslastung. Wer ihm beides gibt, bekommt einen außergewöhnlich treuen Begleiter.

Rang Hunderasse Haarverlust Herkunft
1 PudelKönigspudel Minimal Deutschland / Frankreich
2 Bichon Frisé Minimal Belgien / Frankreich
3 Malteser Minimal Malta
4 ZwergpudelMiniaturpudel Minimal Deutschland
5 Havaneser Sehr gering Kuba
6 Zwergschnauzer Sehr gering Deutschland
7 SchnauzerMittlere Größe Sehr gering Deutschland
8 Yorkshire Terrier Sehr gering England
9 Shih Tzu Sehr gering China / Tibet
10 Kerry Blue Terrier Sehr gering Irland
11 Lagotto Romagnolo Sehr gering Italien
12 Irish Soft Coated Wheaten Terrier Sehr gering Irland
13 Riesenschnauzer Sehr gering Deutschland
14 Chinesischer Schopfhund Minimal China
15 Portugiesischer Wasserhund Gering Portugal
16 Bedlington Terrier Gering England
17 XoloitzcuintleMexikanischer Nackthund Minimal Mexiko
18 AfghaneAfghan Hound Gering Afghanistan
19 Saluki Gering Naher Osten
20 Bouvier des Flandres Gering Belgien
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Gibt es Hunde, die wirklich gar nicht haaren?

Kurze Antwort: Nein. Aber das ist weniger schlimm, als es klingt.

Es gibt Hunderassen, die so wenig Haare verlieren, dass du sie im Alltag kaum bemerkst. Kein Fell auf dem Sofa, keine Haarbüschel unter dem Bett. Genau das meinen die meisten Menschen, wenn sie nach Hunden suchen, die nicht haaren.

Ein wichtiger Hinweis, besonders für Allergiker: Die meisten Allergien gegen Hunde entstehen nicht durch die Haare selbst, sondern durch Proteine im Speichel, Urin und den Hautschuppen des Hundes. Diese Allergene haften an Haaren und werden so in der Wohnung verteilt. Hunde, die wenig haaren, geben also auch weniger Allergene an die Umgebung ab. Trotzdem gilt: Kein Hund ist garantiert allergikerfreundlich. Mehr dazu weiter unten.

Fellpflege bei wenig haarenden Hunden

Ein Irrtum, der sich hartnäckig hält: Weil diese Hunde wenig haaren, brauchen sie wenig Pflege. Das Gegenteil ist oft der Fall.

Hunde ohne Unterwolle und mit lockigem oder drahtigem Fell brauchen regelmäßiges Bürsten, oft mehrmals pro Woche, damit das Fell nicht verfilzt. Verfilztes Fell kann schmerzhaft sein und zu ernsthaften Hautproblemen führen. Dazu kommt: Viele dieser Rassen müssen alle 6 bis 8 Wochen zum Hundefriseur oder werden zu Hause getrimmt. Das ist ein regelmäßiger Aufwand, den du von Anfang an einplanen solltest, auch finanziell.

Kurz gesagt: Du sparst dir die Haare auf dem Sofa, gibst aber mehr Zeit und Geld für die Fellpflege aus. Für die meisten Menschen, die sich bewusst für diese Rassen entscheiden, ist das ein guter Tausch.

Welche Rassen eignen sich wirklich für Allergiker?

Die Wahrheit ist: Es gibt keinen offiziell hypoallergenen Hund. Alle Hunde produzieren Allergene in Speichel, Hautschuppen und Urin. Was sich verändert, ist die Menge, die in der Wohnung verteilt wird. Hunde, die kaum haaren, transportieren diese Allergene einfach nicht so stark durch den Raum.

Als besonders gut für Allergiker geeignet gelten: Pudel in allen Größen, Bichon Frisé, Malteser, Havaneser, Schnauzer und Kerry Blue Terrier. Das bedeutet aber nicht, dass jeder Allergiker diese Hunde problemlos halten kann. Die Reaktion auf einen Hund ist immer individuell und hängt auch davon ab, auf welches spezifische Allergen jemand reagiert.

Wenn du Allergiker bist und dir trotzdem einen Hund wünschst, gibt es einen klaren Tipp: Besuche den Hund vor dem Kauf mehrmals beim Züchter. Verbringe ein paar Stunden mit ihm und achte darauf, wie dein Körper reagiert. Außerdem lohnt es sich, vorher mit einem Allergologen zu sprechen. Der kann dir helfen einzuschätzen, auf was genau du reagierst und welche Rassen für dich realistisch in Frage kommen. Mehr Informationen zu Hundehaar-Allergien findest du beim Deutschen Allergie- und Asthmabund.

Wenn du weißt, welche Rasse zu dir und deiner Lebenssituation passt, ist der nächste Schritt einfach: Such dir einen seriösen Züchter, besuch den Hund so oft wie möglich, und wenn du Allergiker bist, teste am besten direkt, wie du auf diesen konkreten Hund reagierst. Nicht auf die Rasse, sondern auf diesen einen Hund.

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